Dienstag, 16. April 2013

Turdus Merula

 nachdem sie gestern angeflogen kam, und es schien, als ob sie extra für mich sänge, kam mir Siebensterns wunderbares Gedicht in den Sinn...


Turdus Merula

Herbeisängerin
von Tag und von Nacht

Vogel der Träume
und Zwischenzeiträume

Zauberin
und Vogel der inneren Schmiedekunst

was du zusammenfügst
wird ewig sich erneuern

Wie Wasser in einem Flußbett,
dass sich seinen Weg ins Tal bahnt…

ewig in Veränderung
in Bewegung, lebendig…

So erklingt auch dein Lied
am Wendepunkt von Tag und Nacht
von Nacht und Tag

Klänge wie ein klarer Wasserfall…
sich erneuernd,
wandelnd…sprudelnd…murmelnd…erzählend…
  überschäumend…sehnend…rufend..
ausgleichend…

Turdus Merula
du meine Göttin des Sommers…..

© by Siebenstern


Foto: Siebenstern

Donnerstag, 7. Februar 2013

The way of Anu - Workshop mit Thea Worthington


Im kommenden Jahr, vom 15. – 17. März 2013, kommt Thea Worthington, spirituelle Heilerin und ehemalige Modron des OBOD für ein Workshop-Wochenende nach Deutschland.

In ihrem Workshop erfahren wir die transformierenden Prozesse der Verbindung von Gegensätzen im Zyklus von Sonne und Mond und den acht Festen, die im Druidentum gefeiert werden. Die Arbeit ist darauf ausgelegt, sich mit der Wilden Weisheit der Seele zu verbinden, sie führt einen auf eine Reise durch die Jahreszeiten, die Elemente, die Feste und sie verbindet das Männliche mit dem Weiblichen in jedem von uns. Das Mandala des „Weges von Anu“ wird zu einem „Gefährt der Transformation“, das vordergründige Gegensätze in Harmonie und einer heiligen Verbindung zusammenbringt und dadurch Heilung ermöglicht in einem bewussten Verbinden von Allem, was ist.

Dieser Workshop ist vollständig in sich selbst oder er kann auch der erste in einer Reihe von Workshops sein, die Thea hält. Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die heilige Landschaft des Mandalas (der acht Jahreskreisfeste). Durch Lehren, Meditation, Ritual und Diskussionen werden wir uns mit der dynamischen Reise von Sonne und Mond im Jahreskreis verbinden.
Foto: Willem Feiten
"The way of Anu“ richtet sich an OBOD-Mitglieder sowie an Menschen, die mit Meditation und den acht Jahreskreisfesten vertraut sind. Das Workshop-Wochenende beginnt am Freitag, den 15. März 2013 um 17.00 Uhr und endet am Sonntag gegen 15.00 Uhr. Die Teilnahmekosten betragen €270,- inklusive Übernachtung im DZ und Mahlzeiten. Der Workshop findet statt im"Naturerlebnishof" im Wipfratal nahe Erfurt/Thüringen. Er wird in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung gehalten und hat eine maximale Teilnehmerzahl von 25 Personen.

Anmeldung und weitere Informationen via E-Mail bei:

Anna : albenhain@gmx.de

Tatjana Vater: tatjana.vater@gmx.de

über Thea Worthington:
Seit über 20 Jahren wirkt sie als spirituelle Heilerin im OBOD. Während dieser Zeit leitete sie Workshops in verschiedenen europäischen Ländern und Übersee. Thea war mitwirkende Leiterin des ersten Druid Healing Retreat sowie der jährlichen Klausuren des Ordens auf Iona. Viele Jahre führte sie zusammen mit ihrem ehemaligen Mann Will Worthington einen der ersten Groves des OBOD, The Grove of Brigantia. Thea ist ausgebildet in personenbezogenem Beraten, Hypnotherapie, Reflexologie und ist eine zertifizierte Meditationslehrerin. Ihr Buch Druids - a Beginners Guide wurde 1999 veröffentlicht, darüber hinaus hat sie zu anderen Veröffentlichungen beigetragen: Der Druidische Weg von Philip Carr-Gomm, sowie The Rebirth of Druidry und The Path to Peace von John Matthews. Während dieser ganzen Zeit widmete sie sich ihrer Rolle als Modron des OBOD und hat maßgeblich zu den Ritualen und dem Kurs des Ordens beigetragen. Nach vielen Jahren in Schottland lebt Thea nun an einem Ort in Hertfordshire, wo schon der Gründer des Ordens Ross Nichols regelmäßig seine Zeit in Klausur verbrachte.
Foto: Willem Feiten
 
 

Mittwoch, 6. Februar 2013

Imbolc und Keltenausstellung

Anfang Februar fiel dieses Jahr auf ein Wochenende. Was sehr gechickt ist, weil man sich nicht unter der Woche extra Zeit freischaufeln muss, und kann trotzdem den Tag wahrnehmen, anders, wie einen normalen Arbeitstag.
Seit zwei Jahren feiere ich die acht Jahreskreisfeste nun ohne feste Gruppe und meistens ohne eine Form. Ich lass mich treiben, von dem, was in dieser Zeit passiert. Meistens merke ich eine Hoch-Zeit und eine aufbauende und abbauende Zeit, meistens dauert beides zwischen Zehn oder Vierzehn Tagen. Aber das ist meine Beobachtung. Dieses Jahr wollte ich noch unbedingt in die Kelten Ausstellung nach Stuttgart, und ein Wochenende bot sich regelrecht an, mit der Familie einen Ausflug zu unternehmen.
Die Keltenausstellung hat mich begeistert. Soviele wichtige Keltische Funde auf einem Haufen zu sehen, war schon ein außerordentliches Erlebnis. Auch das Zusammenbringen der Funde aus Frankreich, England, Deutschland, Österreich und der Schweiz zeugt von der herausragenden Qualtität. Und ich hatte zum erstenmal das Vergnügen eine Kopie des Kessels von Gundestrop zu sehen. Ich kannte ihn bis dato nur aus Büchern, aber so plastisch mit der Möglichkeit drum herum gehen zu können, kommen die Bilder ganz anders heraus.
Ein anderes was mich auch noch sehr gefreut hatte, war die Möglichkeit eine Kopie des Book of Lindisfarne und des Book of Kells durchblättern zu können. Ich war schon in Dublin im Trinity College, und hatte auch das Glück, dass ein Bild zu sehen war, und nicht nur Schrift, aber hier eine  Kopie des gesamten Buches vor mir zu haben, und darin zu blättern hatte eine besondere Qualität. Dabei habe ich einen keltischen Knoten gefunden, den ich unbedingt in groß mir an die Wand hängen will. Mal sehen, ob ich ihn im Internet finde und wann er verwirklicht wird.

Die Ausstellung in Stuttgart läuft noch bis 17. Februar und lohnt sich auf alle Fälle (wie das Kaufen eines online Tickets) also, wer noch nicht da war, und noch Zeit hat, sollte einen Ausflug nach Stuttgart planen!

Diese direkte Begegnung mit den Kelten und ihren Funden zu Imbolc hatte etwas mystisches für mich. Und jetzt klingt das Fest aus mit dem Treffen von Freundinnen, die ich nicht so oft sehe, was für mich auch passend ist, dieses Fest zu begehen.

Wie feiert ihr die Feste? Wie habt ihr Imbolc wahrgenommen/nehmt es wahr? 

Foto: Anna Eichenblüte

Eine gute Zeit mit Imbolc und dem Feiern der erwachenden Samen!
Anna Eichenblüte

Donnerstag, 24. Januar 2013

Cailleach

Wir wohnen in einer relativ warmen Gegend in Deutschland, in der Rheinebene. Meistens regnet es oder es wird mal kälter, aber Schnee ist seltener. Und Schnee um Schlitten zufahren und einen Schneemann zu bauen, ist schon ein kleines Wunder. Wobei ich persönlich der Überzeugung bin, ein Winter ist nur dann ein guter Winter, wenn man beides mindestens einmal gemacht hat. Und momentan ist er da, der Schnee. Die Kinder genießen den Schnee, und sind gerne draußen, und auch mich ruft es zu Schnee Spaziergängen. Nichts schöneres, wenn die kalte Luft durch die Lungen zieht. Hinterher die kalten Wangen sich wieder aufwärmen.

Foto: Anna Eichenblüte


In meiner Zeit in Schottland begegnete ich der Cailleach. Im Gälischen das Wort für alte Frau, aber auf den Hebriden ist es der Name der Winter-Göttin. Cailleach-Bheur, meistens einfach nur Cailleach genannt. Sie kommt nochmal mit aller Kraft im Februar und März zurück, weil sie ihren Platz gegenüber dem Sommer nicht räumen mag, und eigentlich weiß, dass ihre Tage gezählt sind. Trotzdem bäumt sie sich noch mal auf und zeigt was sie hat. Winterstürme, nochmal Schnee, eisige Kälte, all das kann die Cailleach mit sich bringen. Ich denke gerne im Februar an diese alte Frau, die es nochmal wissen will, bevor sie sich zurückzieht. Die nochmal alles zeigt, was sie kann.

Foto: Anna Eichenblüte
Damit ist sie eine Göttin, die sehr kraftvoll ist, sehr wütend sein kann, und man sollte sie besser nicht herausfordern. Gleichzeitig kann sie einem aber auch mit Kraft und Mut aushelfen. Dem berühmten Tritt in den Hintern, als alte Frau hält sie auch Weisheit für schwierige Situationen bereit.
Durch die Assoziation mit dem Winter und dem Alter und ihrer Unbarmherzigkeit ist sie auch eine Göttin des Todes. Sie nimmt alles fort, was nicht mehr benötigt wird, und ebnet den Weg für Neues.
Sie verändert das Land. Wenn sie geht, ist es nicht mehr Öd und grau, wie im Herbst und Winter. das Neue fängt an zu sprießen und zu wachsen. Sie transformiert Altes, Nicht-mehr-gebrauchtes in Neues, Wachsendes und Blühendes.
Es lohnt sich ihr zu vertrauen, diesen Prozess des Winters auszuhalten, der Verwirrung, des Wartens, des Frierens und Verzweifelns, (was man bei so einer Kälte und einem Zusammengebrochenem Nahverkehr gut tun kann, wenn man zur Arbeit muss)  denn die Natur lehrt uns, dass nur durch diesen Prozeß viele Samen erst angeregt werden zu keimen und zu wachsen.
Foto: Anna Eichenblüte


In diesem Sinne, genießt die Cailleach, den Schnee und die Kälte!


Donnerstag, 20. Dezember 2012

Alban Arthan 2012



Eine schöne Wintersonnwende!

genießt den Tag und die Sonne!

Anna Eichenblüte

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Neumond



Der Neumond vom 13.12.2012 ist der letzte Neumond vor der Wintersonnwende. Die letzte Nacht ohne Mond, ohne Licht, bevor das Licht Wieder-geboren wird zur Wintersonnwende. Ein letztes Mal erfahren wir, wie so eine Nacht ganz ohne Licht sich anfühlt, bevor der Sonnenzyklus wieder von vorne beginnt. 

Schneeflockensterne Foto: Anne Eichenblüte

Die Dunkle Seite ist häufig etwas, wo es uns schwer fällt genau hinzuschauen. (Trotz dass die Abwesenheit des Mondlichts die Sterne sichtbarer macht und wir auf eine andere Art mehr sehen können) Es fällt uns schwer die Leere auszuhalten, die so eine dunkle Nacht hervorruft.
Was ist die Leere, wieso halten wir uns nicht gerne darin auf? Was hat da die Möglichkeit sich im Dunkeln breit zu machen, anwesend zu sein, ohne dass wir es sehen?
Ich sehe die Leere als einen besonderen Schatz an, es ist für mich der Zwischenraum zwischen zwei Atemzügen, der Moment des Stillstandes des Pendels, bevor es die Richtung wechselt. Auch in Atemmeditationen kennt man dieses Innehalten zwischen den Atemzügen, das nicht forciert sein sollte, sondern eher eine natürliche Pause sein soll, ein kurzer Moment des Stillstandes, bevor es weiter geht. Dieses Innehalten verschafft uns Zeit. Den nächsten Atemmoment (das Aus oder das Einatmen) kraftvoller und bewusster wahrzunehmen. Dies können wir auch auf unser Tun übertagen. Wenn wir diesen Moment des Stillstandes wahrnehmen, können wir um so kraftvoller wieder ins Tun kommen.
Dieses Innehalten passiert zwei Mal, das Pendel wechselt 2 Mal seine Richtung. Einmal zu Vollmond, im Licht und einmal zu Neumond in der Dunkelheit. Als Druidin sehe ich die Dunkelheit nicht als etwas Schlimmes an, vor dem man sich fürchten muss. Es ist vielmehr der Bereich in dem der Same des Neuen aufbewahrt wird, damit er keimen und wachsen kann. Ich vergleiche die Dunkelheit gerne mit dem Kesselgrund von Cerridwen. Er bietet Schutz für die Zutaten der Suppe des Lebens, die noch etwas brauchen, um zu reifen (Nudeln zB sind fertig, wenn sie an die Oberfläche kommen). Im Dunklen kann man über ganz andere Dinge reden, als am Tag. (Jeder kennt diese Gespräche bis tief in die Nacht, die tagsüber so niemals möglich wären). Zusätzlich kann uns die Dunkelheit helfen, Dinge sichtbar zu machen, die sonst verborgen geblieben wären. Mit anderen Sinnen wahrzunehmen kann auch heißen, sich neu auf die Dinge einzulassen, den Blickwinkel zu ändern. Und so wie die Sterne in einer Nacht ohne Mond leichter wahrzunehmen sind, kann es uns leichter fallen, einen weiteren Blickwinkel zu bekommen.
Bei diesem letzten Neumond für dieses Sonnenjahr können wir nochmal in die Dunkelheit gehen, altes loslassen, und schauen, was wir da am Kesselgrund finden, vielleicht noch sehr undefiniert, denn die Wintersonnwende und die anschließenden Rauhnächte stehen kurz bevor, aber es ist bestimmt schon da.

Eine inspiriende Dunkle Nacht wünsche ich euch!



Anna Eichenblüte